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800 Jahre Deesen - Die "Haiderbächer Heimatbühne" präsentiert:

"Schinnerhannes - de rheinisch Räuwerschelm"

Schauspiel von Wilhelm Reuter

Spieltermine am "Linnebersch" in Deesen: 17., 18. und 19. August 2018


Neuigkeiten!
Seit 2016 laufen die Proben. 30 Sprechrollen sind besetzt. Kleine Änderungen sind noch möglich. Wer noch als Komparse mitmachen möchte, der soll sich melden.
Die Bühnenbilder und die Begleitmusik sind in Arbeit, Requisiten- und Kulissenbau ebenso.
Der hauptsächliche Probentag ist weiterhin der Freitag.

Stand: 05.09.2017

Die historische Figur des "Schinderhannes":

Ein verbrecherischer Abdeckerssohn




"Schinderhannes"

(Gemälde)

Johannes Bückler

(genannt „Schinderhannes“)

geb. in Miehlen bei Nastätten im Taunus

1779 – 1803
Zur Person:

Gelernter Abdecker (Schinder)
Krimineller
130 nachgewiesene Straftaten
Überfiel Arm und Reich
Hinrichtung in Mainz am 21.11.1803 (24-jährig)
Zeitgenössischer Hintergrund:

Kriegszustände seit der fr. Revolution (1789 – 1799)
linke Rheinseite (mit Mainz) französisch
Brutalität im Alltag, Räuberbanden
Napoleon erklärte ihn zum Staatsfeind

Die literarische Figur:


Räuberhauptmann in den Schauspielen von

Carl Zuckmayer ("Schinderhannes" / 1927)

und Wilhelm Reuter ("Schinnerhannes - de rheinisch Räuwerschelm" / 1928)

Cover des Textheftes

1930

INHALT des Stückes

Schinderhannes entkommt aus dem Gefängnis. Er wird Räuberhauptmann, gibt sich als Hausierer aus, stiehlt und überfällt einen Bauern. Der kommt dabei zu Tode. Millerfranz und Lompeliss werden seine ärgsten Feinde.

Dann hält er Räuberhochzeit mit Julchen Blasius. Seine Kumpane verleihen ihm den Ehrentitel „Johannes durch den Wald“. Bisweilen hilft er den Armen, so z.B. einer armen Witfrau.
Mittlerweile ist er zur Fahndung ausgeschrieben. Trotzdem überfällt er Bauern und Handelsleute. Er tritt als Bänkelsänger auf und verhöhnt die Obrigkeit.

Auf der Ruine des Raubschlosses Reichenstein hält er Hof. Ein zweiter seiner Gefährten sagt sich von ihm los.
Um die französischen Besatzer zu brüskieren, hält er kurzzeitig eine ihrer Tänzerinnen fest.
In letzter Sekunde entgeht er einem Giftanschlag. Lompeliss selbst stirbt an dem mörderischen Trunk.
Schinnerhannes schwant Böses, die Dinge laufen gegen ihn. Vor bewaffneten Bauern zieht er sich schließlich zurück.

Schinnerhannes hofft auf Begnadigung durch die Franzosen. Sein treuester Gefährte bleibt Dalheimer.

Als er sich unter falschem Namen als Rekrut bei den Kaiserlichen eingeschrieben hat, wird er von Millerfranz verraten. Dalheimer ersticht diesen.
Schließlich wird der Hauptmann verurteilt und hingerichtet. Die Begnadigung durch Napoleon kommt zu spät.